13. Okt 2015
„Willkommen an Bord“ hieß es vom 07.-09.10.2015 für die rund 100 Mitarbeiter

„Willkommen an Bord“ hieß es vom 07.-09.10.2015 für die rund 100 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Einrichtung (Leitung, Pädagogik, Therapie, Hauswirtschaft, Haustechnik) der Eibenhorst Jugendhilfe. Zur Auftaktveranstaltung der dreitägigen internen Fortbildung erwartete uns am Mittwochmorgen eine schiffsgleich geschmückte Turnhalle mit maritim gekleidetem Bordpersonal (die Steuergruppe der Einrichtung hat diese interne Fortbildung geplant und angeleitet), die uns zunächst zum Check-In an Bord in Empfang nahm. Unsere Einladungskarten dienten hierbei als Bordkarte und enthielten auch gleich die Einteilung in die folgenden Workshops und Arbeitsgruppen. Auch kleine Aufmerksamkeiten in Form von Pins, Kugelschreibern und einem Qualitätsmanagement-Logbuch, das bereits ein Organigramm, eine Telefonliste mit Notfallnummern sowie einen Auszug aus dem Qualitätsmanagementbuch der Eibenhorst Jugendhilfe enthält, fehlten nicht. Nachdem wir eine Belehrung über Sicherheitsmaßnahmen und Notfallübungen absolviert hatten und für unsere Bordausweise fotografiert worden waren, ging es auch direkt ans Arbeiten. Die Fragen nach dem Bordgepäck „Welche Eigenschaften und Kompetenzen bringe ich mit?“ und was erwartet mich an Bord „Was erhalte ich im Gegenzug als Teil des Eibenhorst-Teams?“ dienten hier als Einstieg in das Thema der Fortbildungsveranstaltung „Qualitätsmanagement in der Eibenhorst Jugendhilfe“.
Ein Besuch des Bordrestaurants sowie eine theoretische Einführung in das bestehende Qualitätsmanagement sowie die Arbeit der Steuergruppe, der Aufbau des Qualitätsmanagement-Handbuchs und die Arbeit der Qualitätszirkel rundeten den gemeinsamen Vormittag ab.
Die folgenden eineinhalb Tage wurde in Workshops an den Themen Qualitätsebenen im Aufnahmeprozess, im Tagesablauf und bei der Entlassung hinsichtlich der Kundenerwartung gearbeitet und diskutiert. Dabei übernahmen die Mitarbeiter verschiedene Perspektiven (Leitung, Team, Kind, Eltern, Jugendamt) und formulierten Erwartungen an den (Arbeits-)Alltag im Eibenhorst. Diese Erwartungen wurden den verschiedenen Qualitätsebenen Struktur-, Prozess-, Ergebnis- und Erlebnisqualität zugeordnet und in einem Ichikawa festgehalten.
Am gemeinsamen Abschlusstag wurden die Ergebnisse der Workshops zusammengefasst unter der Fragestellung
„Welche Qualitätsstandards werden im Eibenhorst bereits ausreichend umgesetzt —- Was haben wir?“
„Wo ergeben sich Bedarfe, Qualitätsstandards zu schaffen, zu verbessern oder anzupassen —- Was braucht es, was fehlt?“
Ergebnis der Fortbildung ist eine Übersicht der täglich geleisteten und gelebten Qualitätsstandards sowie eine Liste mit formulierten Wünschen der Mitarbeiter auf Verbesserung der Leistung. Diese Wünsche reichen von
- Fortbildung zur Elternarbeit/ Umgang mit Eltern,
- Erstellen einer Checkliste für Behördengänge über
- gerechte Verteiling der „Luxusgüter männliche Mitarbeiter“.
Der Steuergruppe ist es gelungen, eine Liste mit Arbeitsaufträgen zur Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements zu erhalten. Dazu wurden die Kompetenzen der Mitarbeiter gebündelt und sowohl festgestellt, welch hohe Qualitätsstandards im Eibenhorst gelebt werden, als auch, wo es Verbesserungsbedarfe gibt.
Ich als Mitreisende fühle mich wieder einmal wertgeschätzt, ernst genommen und
„Willkommen an Bord“.

Nicole Hofer
Wiesmoor, 13.10.2015

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